Ist Armut eine dauerhafte Herausforderung?

In meinem letzten Eintrag vom 11.11.2016 habe ich mich mit der Frage beschäftigt, inwiefern es Lebenssituationen gibt, in denen der Weg immer das Ziel ist. Auf mein zweites Beispiel möchte ich näher eingehen:

„Oder soziale Umstände, die einen Menschen – überwiegend unverschuldet – in die Armut getrieben haben? Viele Betroffene kommen aus dieser Situation nicht mehr heraus. Hier einfach nur mit der „Weisheit“ zu arbeiten Jeder ist seines Glückes Schmied ist in meinen Augen zynisch und Menschen verachtend.“

Hier lasse ich die Frage außen vor, inwiefern die Armut im Einzelfall verschuldet, unverschuldet oder teil verschuldet ist. Wer einmal verarmt ist, kommt nur selten wieder aus der Armut heraus – wenn überhaupt. Es mag arme Menschen geben, die mit ihrer Lage „gut“ klar kommen. Ich behaupte, das sind nur äußerst wenige.

Die allermeisten Armen führen einen tagtäglichen Überlebenskampf: Sie müssen jeden Euro dreimal umdrehen. Sozialhilfe ist auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Und Hartz IV ist noch um einige Grade brutaler.

Es sind gerade diese Menschen, die ihr Ziel – den Wiedereinstieg in den beruflichen Alltag – nie erreichen, sondern immer auf dem Weg sein werden.

Randbemerkung: Ich muss mit jährlich knapp über 9.000 € auskommen.

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