Von Gewohnheiten loslassen

Schon so manches Mal in meinem Leben habe ich gedacht So, hier ist jetzt eine neue Türe geöffnet und ich betrete ein neues Zimmer – um dann nach kurzer Zeit feststellen zu müssen, dass ich mich geirrt habe. Ich habe das neue Zimmer betreten, aber die Türe offen gelassen und schaue immer wieder in das alte Zimmer zurück. Auch wenn mir das alte Zimmer teilweise nicht mehr gefallen hat, es war mir vertraut und gab mir Halt. Und was wird mir das neue Zimmer geben? Werde ich mich auch dort zu Hause fühlen (können)? Habe ich mich überhaupt tatsächlich von dem alten Zimmer verabschieden können? Habe ich mich überhaupt schon einmal willentlich von einem Zimmer verabschiedet und ein neues betreten?

Mit dieser mangelnden Fähigkeit habe ich so manch ein Hindernis auf meinem Weg liegen lassen oder gar neue Hindernisse hinzu gefügt. Und es ist schlichtweg (zumindest für mich) falsch zu sagen: Was man im Kopf erkannt hat, kann man dann auch in Taten umsetzen. Es mag Menschen geben, die das können, doch ich kann´s nicht.

Manchmal verzweifle ich an dieser mangelnden Fähigkeit, weil ich mir dann sage: „Verdammt noch mal, du weißt es doch schon so lange, dass du hier was ändern musst! Und warum gelingt es dir nicht? Was machst du falsch?“

Meine Abschiede von eingefleischten Gewohnheiten sind lange, mühsame und auch oft für mich und meine Mitmenschen nervende Abschiede. Und oft sind sie es auch, weil die Abschiede nicht gelingen und es schwer fällt, das zu akzeptieren.

Wie verabschiedet Ihr Euch von alten Gewohnheiten?
Klaffen bei Euch ebenfalls oft Theorie und Praxis auseinander?
Wie „trickst“ Ihr Eure Schwächen aus?

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