Am Ende und am Anfang eines langen Weges

Mein bisheriger Lebensweg ist gekennzeichnet von Irrungen, Wirrungen, Erfolgserlebnissen, von Höhen und von Tiefen. Und das sowohl im ganz persönlichen und zwischenmenschlichen Bereich wie auch im beruflichen Bereich. Und obwohl ich mein Leben phasenweise mehr als Überleben denn als Leben empfand, habe ich nie aufgegeben zu kämpfen und vor allem zu hoffen. Vielleicht habe ich so manchen überflüssigen Kampf geführt. Ob vielleicht oder tatsächlich – jeder Kampf gehörte und gehört zu meinem Leben und prägt mich in meinem Heute.

Mein berufliches Kämpfen war in jedem Fall in weiten Teilen absolut überflüssig. Ich habe sehr viele Energien in diese Kämpfe investiert und sie doch letztendlich verloren: Sie führten in meine kleine Rente, die ich mit Sozialhilfe aufbessern muss, um dem Überleben auch noch so viel Leben wie möglich ab zu gewinnen. Und auch unter diesen veränderten Verhältnisse ist selbst die Suche nach einer 450-Euro-Beschäftigung so schwierig wie in meinen arbeitslosen Jahren.

Auch in meinem ganz persönlichen und zwischenmenschlichen Bereich schien es ähnlich angelegt zu sein. Die Suche nach meinem Wieder-Ankommen und mein Hoffen darauf haben sich jedoch gelohnt. Denn zwischenzeitlich musste nicht nur ich, sondern auch mein Glück einen langen und verworrenen Weg gehen, bevor es meine Türe gefunden, angeklopft und um Einlass gebeten hat. Das war vor knapp einem Monat. Und ich habe ein sehr sicheres Gefühl, dass sich auch mein Glück freut, mich endlich gefunden zu haben. Was soll und will ich noch sagen? Ich freue mich auf lebendige und tief greifende Jahre.

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