Das tägliche Geldausgeben

Tag für Tag werde ich gezwungen und gebeten, mein Geld anderen zu geben – unabhängig davon, ob die Beträge angemessen oder unangemessen, ob berechtigt oder unberechtigt sind:

Auf Brot und Käse kann ich nicht verzichten. Aber die Preise für diese Grundnahrungsmittel sind derart überhöht, dass mir bei jedem Einkauf dieser Grundnahrungsmittel der Kamm schwillt. Mittlerweile gehen auch immer mehr Zeitungen dazu über, Artikel nur noch gegen Bezahlung online zu stellen. Da schränkt mich zwar in meiner Informationsbeschaffung ein, hält sich aber in einem erträglichen Rahmen. Dann gibt es die Betreiber von Internetseiten, die um eine Spende bitten, aber ihre Inhalte auch ohne Spende zur Verfügung stellen. Und als letztes Beispiel möchte ich die sozialen Initiativen (Friedensinitiativen beispielsweise) nennen, die von privaten Spenden abhängig sind, weil „unser“ Staat Friedensarbeit nicht fördert. Und Frieden umfasst auch den sozialen Frieden, der immer weiter untergraben wird.

Konkret und mit kleinen Beträgen unterstütze ich einen Obdachlosen, dem ich fast täglich begegne, mal mit einem Kaffee, einem Brötchen, einem Teilchen. Und ich unterstütze ihn mit einem sehr wertvollen Nahrungsmittel: mit Aufmerksamkeit, Zuwendung und Gedankenaustausch.

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