Ein langfristiger Wunsch

Es war schon immer mein Wunsch, nicht so früh zu sterben, sondern ziemlich alt zu werden. Und was heißt für mich „alt“? Ich habe mein Wunschalter vorläufig mal auf 120 Jahre angepeilt – es könnten auch ein paar Jahre weniger oder mehr werden. Natürlich möchte ich diese ganze Zeitspanne geistig, seelisch und körperlich bis zum letzten Atemzug bei bester Gesundheit sein. Da ich gerade davon spreche: „bis zum letzten Atemzug“ heißt dann selbstredend, dass ich mich abends ins Bett lege, morgens nicht mehr aufwache und von der Zeit dazwischen nichts mit bekomme.

In früheren Jahren entstand dieser Wunsch aus einem ausgefüllten Leben heraus, das ich möglichst lange gestalten und genießen will. Heute ist es mehr aus dem Gefühl vieler „verlorener“ Jahre heraus, weil ich den Wunsch und das starke Bedürfnis habe, diese Verlusten noch in meiner (im wahrsten Sinne des Wortes) zweiten Lebenshälfte in Gewinne umwandeln zu können. Das ist nicht finanziell gemeint, sondern im Sinne von intensiver und lang anhaltender Lebensqualität.

Und das ist möglich, wie einige Beispiele beweisen. Und ich möchte auch nach meinem Leben zu den Menschen gehören, die sehr alt an Lebenserfahrung und Lebensqualität geworden sind.

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