Der Antikriegstag am 1. September und der Niedergang gewerkschaftlicher Friedenspolitik

Am 1. September wird alljährlich der Antikriegs- bzw. Weltfriedenstag begangen. Bei aktuell mehr als 40 Kriegen ist er notwendiger denn je. Am 29. August 2014 veröffentlichen die Nachdenkseiten dieses informative Interview zu diesem äußerst wichtigen Tag. Auf den Rückzug der Gewerkschaften aus ihrer aktiven Friedenspolitik wird hier ausdrücklich eingegangen. Das ist umso bedauerlicher und beschämender, weil der DGB und seine Gewerkschaften zumindest zahlenmäßig die größte Organisation in Deutschland sind, inhaltlich jedoch nicht nur in der Friedenspolitik versagen.

Kritisch anmerken möchte ich zu diesem Interview, dass Krieg nicht nur der Krieg mit physischen Waffen ist, sondern auch der Krieg, den die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsverbänden gegen den einfachen Bürger führt: Deutschland ist seit Jahrzehnten drittgrößter Waffenlieferant weltweit und verweigert seinen eigenen Bürgern – ich behaupte „vorsätzlich“ – ein Menschen würdiges Leben. Ein solches Leben ist weder mit Sozialhilfe noch mit Hartz IV noch mit Minirenten noch mit Niedriglöhnen noch mit befristeten Tätigkeiten möglich. Auch in diesem Krieg sind die Gewerkschaften leider auf dem Rückzug.

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