Reanimation (Herz-Lungen-Wiederbelebung)

Im EKG-Raum meines Hausarztes hängt ein großes Plakat mit mit einer textlich-grafischen Erläuterung zu den einzelnen Schritten einer Reanimation. Vor meinem heutigen Belastungs-EKG – mit einem für mich sehr guten Ergebnis – habe ich mir die Zeit genommen, diese Anleitung aufmerksam zu lesen. Verstanden habe ich die einzelnen Schritte, jedoch nur in der Theorie. Wie es in der Praxis aussähe, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Mein sehnlichster Wunsch ist, nie in die Lage zu geraten, einen anderen Menschen reanimieren zu müssen. Käme ich aber in eine solche Lage, so würde ich mir in vorderster Linie wünschen, dass ich meine Gefühle ausschalten und meinen Kopf auf volle Konzentration und Nervenruhe schalten kann. Und dass ich dann auch helfen würde – ohne Angst etwas falsch zu machen. Nichts zu tun, wäre auf jeden Fall falsch und ein Mensch würde sterben. Dann lieber in Ruhe aktiv werden, ohne überaktiv und hektisch zu werden.

Um nur ein Beispiel zu nennen, dass mir im Kopf haften geblieben ist. Die Herzdruckmassage sollte (wenn ich das richtig in Erinnerung habe) fünf bis sechs Zentimeter tief gehen. Ich hätte Angst, auf diese Weise dem betroffenen Menschen die Rippen zu zerbrechen. Doch ich könnte / würde damit wohl eher einem Menschen das Leben retten. Für mich schwer vorzustellen, weil ich es bisher weder passiv noch aktiv erlebt habe.

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