Wo bleibt denn das Positive, Gerhard?

Diese Frage wird mir immer wieder direkt und indirekt gestellt. Aus meinen Artikeln spräche die Unzufriedenheit mit der politischen Situation, mit den Menschen und mit meinem Leben überhaupt. Ich würde gar nicht das Schöne auf der Welt sehen. Ich würde geradezu nach dem Schlechten suchen. Ob ich mein Leben denn gar nicht genießen könne. Das kann ich sehr wohl. Und wer meine Artikel aufmerksam liest, dürfte das wissen. Allein die Tatsache, dass ich trotz zwanzigjähriger Arbeitslosigkeit dieses Gedankenbuch schon seit sechs Jahren pflege, spricht für sich – ebenso die Tatsachen, dass ich unter Menschen gehe, dass ich mich regelmäßig ernähre, dass ich spazieren gehe, dass ich viel lese (sowohl Bücher wie Tageszeitungen) beweisen, dass ich nicht nur geistig und seelisch sehr rege und beweglich bin. Das könnte ich nicht, wenn ich ein negativer Mensch wäre. Das Positive überwiegt in meinem Leben.

Das müssten vor allem auch die Menschen wissen, die mich schon im wahren Leben erlebt haben (und nicht nur hier im schriftlichen) und immer wieder erleben, dass ich sehr gerne lache, ausgelassen sein kann, eine kesse und manchmal scharfe Zunge habe, einen wachen Geist und eine sehr lebendige Seele.

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