Rauchende Mütter

Soweit ich es mit bekomme, wird immer wieder behauptet, dass Mütter (dasselbe gilt wohl auch für Väter) ihre Kinder über Alles lieben würden. Ist dem tatsächlich so? Das wäre eine schöne, heile Welt. Dazu möchte ich gerne zwei Beobachtungen und Erfahrungen in die Diskussion einbringen:

Will eine Mutter für ihr Kind wirklich „nur“ das Beste, wenn das Beste daraus besteht, dass das Kind so werden soll wie die Mutter? In den ersten Jahren mag das noch unumgänglich sein, wenn das Kind noch nicht (in vollem Umfang) für sich selbst entscheiden kann. Aber in späteren Jahren artet das oft in Er“zieh“ung aus – nämlich das Kind in die von der Mutter vorbestimmte Richtung zu „ziehen“. Glücklich dürfen sich da die Kinder schätzen, die eigene Entscheidungen treffen dürfen und bei Misserfolgen nicht von den Eltern verurteilt werden, sondern mit denen die Eltern im Gespräch auf Augenhöhe bleiben.

Ganz schlimm und geradezu rücksichtslos empfinde ich es, wenn Mütter und Väter in Anwesenheit ihrer (kleinen) Kinder rauchen und auf diesem Weg ihren Kindern schaden. Im Grunde genommen müsste es ebenfalls ein absolutes Rauchverbot geben, wenn Kinder anwesend sind. Doch leider scheint es in unserer Gesellschaft immer noch so zu sein, dass Eltern selbst dann über ihre Kinder verfügen dürfen (was schon schlimm genug ist), wenn sie ihnen schaden.

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