Der Gang ins und durchs Leben

Planmäßig sollte ich schon am 10. oder 11. Dezember ganz normal ins Leben gleiten. Aber da sich die Nabelschnur um meinen Hals gewickelt hatte und akute Gefahr für mich bestand, wurde ich ohne eigene Anstrengungen mit einem Kaiserschnitt ins Leben geholt – Herzlich willkommen in dieser Welt!

Diese vermiedenen Anstrengungen muss ich leider schon mein ganzes Leben bis heute nachholen – Kämpfen, um an einem lebendigen Platz anzukommen; Kämpfen, um letztlich zu verlieren; Kämpfen, um meinen Platz im Leben zu erhalten und zu halten. Würde ich aufhören zu kämpfen – auch das habe ich schon mehrfach versucht – würde sich noch weniger tun.

Mir wäre es wesentlich lieber, es wäre andersherum gewesen: mich ins Leben zu kämpfen und im Leben sehr viel weniger zu kämpfen. Doch die Vergangenheit lässt sich – leider! und glücklicherweise! – nicht zurück holen, um sie schöpferischer zu leben.

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