Ein gescheiterter Versuch

Mitte letzten Jahres hatte ich mich bei Google+ angemeldet. Das war der Versuch, mein Blog bekannter zu machen und möglicherweise auch neue Menschen kennen zu lernen. Diesen Versuch muss ich nunmehr als gescheitert ansehen: Neue Kontakte habe ich dort nicht gefunden. Im wesentlichen beinhalteten meine Aktivitäten auf Google+, über das Veröffentlichen meiner aktuellen Blogartikel mein Gedankenbuch bekannter zu machen und neue, regelmäßige Leser zu gewinnen. Anfangs schien das auch so zu sein, doch in den letzten Wochen ist meine Besucherzahl merklich zurück gegangen.

Zudem zeigt mir meine wöchentliche Besucherstatistik, dass nur sehr wenige Leser von Google+ kommen. Das ist umso verwunderlicher, als dass ich dort fast 90 Nutzer habe, die mir folgen. Da zweifle ich doch ernsthaft an dem ehrlichen Interesse der meisten dieser Nutzer an meinem Blog und an meinen Gedanken, die ich zusätzlich zu meinen Blogartikel auf Google+ hinterlassen habe.

Nun mag man einwenden, dass Google+ ein soziales Netzwerk ist und keine Werbeplattform für mein Blog, Doch das ist nicht stimmig, weil viele Nutzer fast ausschließlich mit fremden Links arbeiten und sich nicht die Mühe auf Eigenes machen – zumindest in meinen Kreisen ist das so. Ich will darüber auch gar nicht schimpfen, weil nicht jeder seine Gedanken und Gefühle schriftlich darlegen kann und es auch Menschen geben muss, die Informationen suchen und diese auf Google+ den anderen Nutzern zugänglich machen.

Doch im Großen und Ganzen ist Google+ für mich zu einer unübersichtlichen Massenveranstaltung geworden, in der ich mich alleine und unwohl fühle. Und die vielen fleißigen Seelen dort, die den einfachen Nutzern engagiert helfen, sich in dieser Unübersichtlichkeit zurecht zu finden, unterstreichen diese zunehmende Unübersichtlichkeit von Google+ nur noch.

Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass mein Blog kein soziales Netzwerk braucht, um seinen Leserkreis zu erweitern. Das beweist allein schon die Vor-Google+-Zeit, in der ich sehr viele Leser gewinnen konnte. Und das werde ich auch wieder so halten. Wer von Google+ ernsthaft an meinem Gedankenbuch interessiert ist (alle anderen natürlich auch) kann es per RSS-Feed ebenso abonnieren wie per Email (Feedburner) oder per Email direkt von mir über „Nachricht an Gerhard“ in der Seitenleiste. Selbstverständlich kann jeder auch in seinem Browser mein Blog seinen Lesezeichen hinzufügen und lesen, wenn ihm/ihr die Lust, Laune und Zeit danach ist.

Mein Versuch mit Google+ war sinnvoll und bereichernd, letztendlich sind meine Vorstellungen jedoch mit Google+/sozialen Netzwerken nicht in Einklang zu bringen.

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