Hartz IV und Freundschaften

Vor einigen Tagen habe ich zum wiederholten Male die folgende Erfahrung gemacht: Ich habe eine Frau kennen gelernt, wir haben angenehme Stunden miteinander verbracht mit ernsten Themen und auch sehr viel über uns und die Welt gelacht. Doch die offene Aussprache gegen Ende der Begegnung zeigte, dass trotz vieler Sympathie füreinander eine gemeinsame Zukunft auf Grund meiner finanziellen Situation abgelehnt wurde, weil gemeinsame Unternehmungen wie Urlaub, Kultur und so manches andere „dank“ Hartz IV nicht möglich sind. Und auch „alte“ Freundschaften werden dadurch belastet, weil Treffen sehr stark eingeschränkt werden.

Die zynischen und Menschen verachtenden Hartz-Gesetze greifen sehr tiefschürfend und im schlechtesten Sinne nachhaltig in die Seelen der Betroffenen ein, denen Armut aufgezwungen wird und deren Lebensgrundlagen Schritt für Schritt zerstört. Menschliches Glück haben nur die Betroffenen, die durch langjährige Freundschaften aufgefangen werden können und die von diesen Freunden nicht für dieses Schicksal mit Entzug der Freundschaft abgestraft wurden.

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