Fukushima und die Verantwortung

Mittlerweile können wir ja wohl davon ausgehen, dass der Super-GAU im japanischen Atomkraftwerk Fukushima eingetreten ist. Die Leidtragenden sind – zusätzlich zu dem Leid der Menschen durch das Erdbeben und den Tsunami – die Menschen in Japan unmittelbar und mittelbar alle Menschen auf unserer Mutter Erde.
Seit Beginn der Atomkatastrophe versuchen die Betreibergesellschaft TEPCO mit Hilfe der japanischen Regierung diese Katastrophe in ihrem ganzen Ausmaß zu verschleiern, zu vertuschen und Lügen zu verbreiten. Darauf will ich hier auch nicht weiter eingehen, weil gerade diese Vertuschungstaktik in den Medien immer wieder Thema ist. Es reicht einfach nicht, sich zu verbeugen und Entschuldigung, es tut uns sehr Leid zu sagen – das sind hohle Worte, zynisch und Menschen verachtend.
Aufmerksam machen möchte ich an dieser Stelle auf die Verantwortung in allererster Linie von TEPCO. Niemand verklagt die verantwortlichen Manager wegen vorsätzlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Mord. TEPCO und die japanische Regierung entziehen sich der juristischen Verfolgung – wo kein Kläger, da kein Richter. Und vorsätzlich war diese Atomkatastrophe, weil an der Sicherheit gespart wurde und wird. Außerdem ist TEPCO bekannt für Lügen und Vertuschung.
Auch wirtschaftlich übernimmt TEPCO keine Verantwortung. Die Manager behalten ihre satten Gehälter und die „Helden von Fukushima“ gehen verstrahlt und sterbend nach Hause. Wer zahlt die Zeche? Wie bei allen wirtschaftlichen, politischen und finanziellen Katastrophen der einfache Mensch und die Welt“gemeinschaft“.
Warum (so sei noch am Rande gefragt) gehen die TEPCO-Manager nicht selbst in die Atomreaktoren? Wahrscheinlich muss die Antwort lauten: Weil sie nur geldgierige und fachlich unzurechnungsfähige Laien sind.
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