Frauenquote in den Führungsetagen?

Welchen Sinn macht das? Wird die Arbeitswelt durch mehr Frauen menschlich(er)? Können die Beschäftigten in Frauen geführten Unternehmen ohne Bauchschmerzen zur Arbeit gehen? Gilt der einzelne Beschäftigte auch als Mensch? Werden Frauen geführte Unternehmen in sozialer Verantwortung geführt? Das Alles mag zwar für viele (die meisten?) von Frauen geführten Unternehmen zutreffen; doch eine Frau ist noch lange keine Garantie für Menschlichkeit und soziale Verantwortung. Solche Menschen soll es ja auch hin und wieder in Männer geführten Unternehmen geben.

Einem Beschäftigten wird es vollkommen gleichgültig sein, ob er von einem Mann oder von einer Frau „sozialverträglich“ gefeuert wird und keine Arbeit mehr findet. Oder berücksichtigen Frauen geführte Unternehmen nicht nur die kalten Gewinnzahlen, sondern auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, für die frau ja angeblich auch eine „soziale Verantwortung“ übernimmt?

Und mir als Arbeit suchendem Menschen ist es völlig gleichgültig, ob mir ein Frauen oder Männer geführtes Unternehmen schreibt, frau/man hätte für mich keine Verwendung, sei aber davon „überzeugt“, dass ich bei meinen Qualifikationen sicherlich bald „einen meinen Qualifikationen entsprechenden Arbeitsplatz“ finden würde. Eine sehr abgebrühte und gefühlskalte Absage.

Frauen in Führungspositionen mögen durchaus eine Hoffnung für (mehr) Menschlichkeit in der Wirtschafts- und der Arbeitswelt sein – darauf wetten würde ich auf keinen Fall. Aber ich wünsche es mir.

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