Eine unendliche Geschichte

Es gibt schöne Geschichten im Leben, die nie vergehen mögen. Doch es gibt auch unangenehme Geschichten, die schnell vergehen mögen und doch unendlich scheinen. So geht es mir mit der schon vor elf Monaten versprochenen Stelle. Zwar ist diese Stelle physisch noch nicht eingerichtet. Aber ich habe bis heute keine Sicherheit, ob ich die Stelle überhaupt bekomme, weil ich diese Zusage nur mündlich habe und mein „neuer“ Arbeitgeber sich geweigert hat, mir einen Vorvertrag zu geben. Bis Anfang August des Jahres habe ich nach Absprache immer wieder nach dem jeweils aktuellen Stand gefragt, seitdem jedoch nicht mehr. Mittlerweile habe ich auch zuverlässig erfahren, dass mein „neuer“ Arbeitgeber mir keine Zwischenergebnisse gibt, mich aber auf jeden Fall über seine endgültige Entscheidung informieren wird.

Doch was hilft mir dieses Kopf-Wissen? Nichts! Mein Bauchgefühl kann es nämlich nicht umsetzen und mich gelassen machen. Ich habe während meines beruflichen Werdegangs schon zu viele Pferde „in der Apotheke kotzen“ sehen. Und die Angst sitzt in mir, dass diese unendliche Geschichte für mich böse und schmerzhaft enden wird.

Ich weiß, dass mir niemand mit Worten helfen kann und auch mit Taten nur eingeschränkt. Diesen Weg muss ich letztlich alleine gehen. Meine Ängste muss ich einfach hier mal offen aussprechen und ich muss gestehen, dass mir nach der langen Zeit der Unsicherheit und reinen Hoffnung Zuversicht schwer fällt.

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