Zwischenstand

Im Januar wurde mir die neue Stelle versprochen. Mittlerweile sind acht Monate vergangen und ich hänge immer noch in der Luft – nichts Schriftliches (auf meine entsprechende Bitte nur Ausweichen und keine klare Antwort), immer wieder nur telefonisch nachfragen und telefonisch vertröstet werden. Zwar ist der Neubau immer noch nicht bezugsfertig, aber das beruhigt mich auch nicht. Schon mit zu vielen Enttäuschungen und leeren Versprechen muss ich leben.

Am Anfang des Monats hat es ein telefonisches Missverständnis gegeben, das ich nicht einmal klären durfte. Darauf hin wurde ich gebeten, nicht mehr anzurufen. Er (ein langjähriger Bekannter und [hoffentlich] neuer Chef) würde mich anrufen, wenn sich „was Neues“ ergibt. Das verunsichert mich, weil mir schon mehr als einmal ein Rückruf versprochen worden ist und ich nie angerufen worden bin. Darum habe ich telefonisch auch nur angerufen, wenn ich das vorher abgestimmt hatte.

Einerseits freue ich mich immer noch auf diese neue Herausforderung. Andererseits habe ich manches Mal keine Lust mehr auf diese Stelle, Es ist leicht gesagt, ich solle es locker sehen – eine derart existentielle Frage kann ich nicht locker sehen geschweige denn fühlen.

Mehr aus Zwang und Überdruss habe ich mich nunmehr entschlossen, nicht mehr nachzufragen: Entweder ist die Stelle nach Bezug des Neubaus mit einem anderen Menschen besetzt oder Josef (Bekannter/künftiger Chef) hält sein Wort und gibt mir eine neue berufliche Chance.

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