Mutige Opposition im Iran

Ich bewundere die iranische Opposition für ihre Standhaftigkeit und ihren Mut und spreche ihr auf diesem Weg meine Hochachtung aus, verbunden mit dem Wunsch, sie möge ihren Widerstand dauerhaft aufrecht erhalten und Erfolge erreichen. Diese Menschen sind es leid, sich weiterhin einer Diktatur zu beugen. Und ihr erster Schritt ist der Kampf gegen den Wahlbetrug der iranischen Regierung.

Und den Mut dieser Menschen bewundere ich umso mehr, als sie sogar Gefahr laufen, von den regierungstreuen Schlägertrupps schwer verletzt oder gar ermordet zu werden. Ich weiß nicht, ob ich so mutig wäre.

Die Forderung der iranischen Regierung an die Welt, sich nicht in die „inneren Angelegenheiten“ des Iran einzumischen, ist so fadenscheinig wie Diktaturen alt sind. In einer globalisierten und immer mehr zusammen wachsenden Welt existiert kein Land auf unserer Mutter Erde für sich allein.

Von dem aktiven Widerstand der iranischen Opposition könnte die Opposition in Deutschland – die es ohnehin nur in bruchstückhaften Ansätzen gibt – lernen und sich an ihr ein Beispiel nehmen. Wenn Iran und Deutschland auch nicht auf eine Stufe zu stellen sind, so wundert es mich immer wieder, dass es in Deutschland keinen echten und aktiven Widerstand gegen die Hartz 4-Gesetze und den mit ihr verbundenen Sozialabbau gibt.

Auch hier in Deutschland gibt es gewalttätige Polizeieinsätze gegen Menschen, die sich aktiv für ihre menschlichen und sozialen Rechte einsetzen. Und selbst bei Massendemonstrationen gegen Sozialabbau und Hartz 4 ist mit Polizeieinsätzen gegen friedliche Demonstranten zu rechnen – aber bis dass es mit dem organisierten und machtvollen Widerstand so weit ist, wird noch sehr viel Wasser die deutschen Flüsse hinunter fließen.

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