Kritik und Selbstkritik

Es ist immer ein Leichtes, andere Menschen zu kritisieren. Und meines Erachtens ist Kritik eine der Voraussetzungen, die für ein gewaltfreies und auf gegenseitiger Achtung beruhenden zwischenmenschlichen Miteinanders unabdingbar ist. So manches Mal ist es – zumindest aus meiner Sicht und Überzeugung – angebracht, sein Gegenüber auf eine „Kleinigkeit“ oder einen Fehler hinzuweisen. So kann ich auch meine Mitmenschen spüren lassen, dass ich sie wahrnehme, sie achte und mir der Kontakt mit Ihnen wichtig ist.

Auch wenn der Begriff Kritik eher mit einem negativen Mantel bekleidet ist, so sollte er viel mehr im Sinne von Lob und Tadel verwendet werden, weil jeder Mensch sowohl über positive wie negative Eigenschaften verfügt.

Und dann gibt es nicht nur die Kritik am Anderen, sondern auch die Kritik an sich selbst – die Selbstkritik. Ich für meine Person bemühe mich stets, mich an dem Satz

Kritik am Anderen ist umso glaubwürdiger,
je mehr sie mit Selbstkritik verbunden ist.

auszurichten, weil ich meinen Mitmenschen nicht verweigern kann und will, was ich für mich selbst in Anspruch nehme.

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