Eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen

Vor ein paar Tagen bekam ich im Bus ein Gespräch über eine Frau mit, die auf Grund ihrer Abhängigkeit von Arbeitslosengeld 2 nur einmal im Monat in der Lage ist, ein Café zu besuchen und sich dort ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee zu gönnen.

Diesen Menschen wird nicht nur ihre Lebensqualität genommen, sondern sie werden schlichtweg vom Leben ausgeschlossen. Und Leben heißt auch, unter Menschen zu gehen und nicht nur zusehen zu müssen, wie andere sich eine neue Hose kaufen oder ein leckeres Essen gönnen. Es bedeutet auch den Ausschluss von den Menschen, die sich solche Dinge leisten können. Es ist noch längst keine Selbstverständlichkeit, dass Menschen mit wenig Geld und Menschen mit Geld gemeinsam etwas unternehmen, weil das ja auch oft damit verbunden ist, Geld auszugeben. Und diese Zweiteilung im zwischenmenschlichen Bereich auf Grund des Einkommens darf einfach nicht sein!

Aus eigener Erfahrung kenne ich dieses Dilemma: alte Bekanntschaften schlafen aus finanziellen Gründen ein und neue Bekanntschaften kommen aus denselben Gründen leider erst gar nicht zustande.

Doch wie ist dieser Zwiespalt zu lösen? Ich weiß nur, dass ein hohes Maß an Vertrauen, gegenseitiger menschlicher Achtung, sehr viel Toleranz, Offenheit und Ehrlichkeit vonnöten sind.

Ich würde sehr gerne weiter gehende Gesichtspunkte kennen lernen. Wer weiß welche?

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