"Volkswirtschaftlicher" Schaden durch Streiks?

Kaum hat ein Gericht den Lokführern ihr Recht auf Streiks auch im Güterverkehr bestätigt, schon wird ein volkswirtschaftlicher Schaden an die Wand gemalt. Nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wäre ein Streik im Güterverkehr volkswirtschaftlich nach sieben bis zehn Tagen nicht mehr zu verkraften.

Volkswirtschaftlich – hier wird ein Begriff benutzt, der vorgaukelt, es gäbe eine Wirtschaft für das Volk. Doch weit gefehlt! Hinter diesem Begriff werden die Gewinninteressen florierender Wirtschaftsbranchen versteckt. Hier werden Ängste geschürt, die nur das eine Ziel haben, das Volk vom Kampf um ihre berechtigten Interessen abzuhalten

Schauen wir uns doch mal die „volkswirtschaftliche“ Situation der weit über zehn Millionen Menschen an, die mit ihrem Geld kaum bis gar nicht auskommen. Die hohen Herren und Damen, die hier einen volkswirtschaftlichen Schaden herbei jammern, gehen ohne mit der Wimper zu zucken über die Tatsache hinweg, dass diese Menschen schon seit Jahren den ihnen nach wie vor zugefügten Schaden (für den das Bündnis Wirtschaft-Politik verantwortlich ist) „volkswirtschaftlich“ nicht mehr verkraften können.

Advertisements