Unzufrieden mit wordpress.com

Vor knapp vier Monaten bin ich mit meinem „Gedankenbuch“ zu wordpress.com umgezogen. Leider muss ich zwischenzeitlich feststellen, dass wordpress.com einige technische Einschränkungen hat, die mich veranlassen, wieder zu meinem Ursprungsblog bei Blogger zurück zu kehren.

Ihr erreicht mich also ab sofort wieder unter meiner Blogadresse https://tanzfreude.blogspot.com/.

Ich bitte um Euer Verständnis.

Ich wünsche Euch . . .

. . . einen guten Übergang und ein gesundes und friedliches 2017.

Lieben Gruß
von Gerhard

Rückblick und Ausblick

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

ich wünsche Dir, dass Du Dein Jahr mit einem ruhigen Weihnachtsfest im Kreise lieber Menschen abschließen kannst.
Für 2017 wünsche ich Dir vor allem Gesundheit und Frieden, viel Glück und jede Menge positive Energien.

Friedliche Grüße
von Gerhard

Bitte den Link zu meinem Blog aktualisieren

Diese Bitte betrifft alle die von Euch, die auf ihren Seiten mein Blog Gerhards Gedankenbuch verlinkt haben. Habt Ihr schon daran gedacht, den alten Link bei Blogspot auf meinen jetzigen Link

https://gerhall.wordpress.com/

zu aktualisieren?

Herzlichen Dank
von Gerhard

Ein Stehaufmännchen erzählt . . .

In manchen Dingen kann ich sehr hartnäckig sein – das hat seine guten, aber auch seine schlechten Seiten. Schlecht ist diese Eigenschaft dann, wenn ich weiß oder wenigstens tief in meinem Inneren spüre, dass ich loslassen sollte, weil ich mir mit diesem Festhalten nur selbst schade.

Gut ist diese Eigenschaft, wenn ich an Dingen dran bleibe, die mir wichtig sind – auch wenn ich immer mal wieder davon loslasse bzw. loslassen muss. So versuche ich trotz vieler Absagen immer wieder, mich zu bewerben, um wieder in Arbeit zu kommen und – auch ganz wichtig – eigenständig meinen Lebensunterhalt gestalten zu können. In diesen Tagen versuche ich erneut, wieder in Arbeit zu kommen. Dabei ist mir eine 450-Euro-Stelle genau so lieb wie eine Teilzeitstelle. Jedoch versuche ich heute, diese Suche ganz ohne Druck zu gestalten. Es wäre für mich auch schon toll, wenn ich so viel verdienen würde, dass ich wenigstens nicht mehr auf Grundsicherung angewiesen bin.

Im Augenblick zeichnet sich möglicherweise eine 450-Euro-Stelle ab. Ich sollte zwar den Tag nicht vor dem Abend loben, möchte Euch aber bitten, mir dafür einen Daumen zu drücken – nur mal ganz kurz, weil Ihr in Eurem Leben wahrscheinlich ohnehin schon so manchen Daumen drückt.

Ist Armut eine dauerhafte Herausforderung?

In meinem letzten Eintrag vom 11.11.2016 habe ich mich mit der Frage beschäftigt, inwiefern es Lebenssituationen gibt, in denen der Weg immer das Ziel ist. Auf mein zweites Beispiel möchte ich näher eingehen:

„Oder soziale Umstände, die einen Menschen – überwiegend unverschuldet – in die Armut getrieben haben? Viele Betroffene kommen aus dieser Situation nicht mehr heraus. Hier einfach nur mit der „Weisheit“ zu arbeiten Jeder ist seines Glückes Schmied ist in meinen Augen zynisch und Menschen verachtend.“

Hier lasse ich die Frage außen vor, inwiefern die Armut im Einzelfall verschuldet, unverschuldet oder teil verschuldet ist. Wer einmal verarmt ist, kommt nur selten wieder aus der Armut heraus – wenn überhaupt. Es mag arme Menschen geben, die mit ihrer Lage „gut“ klar kommen. Ich behaupte, das sind nur äußerst wenige.

Die allermeisten Armen führen einen tagtäglichen Überlebenskampf: Sie müssen jeden Euro dreimal umdrehen. Sozialhilfe ist auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Und Hartz IV ist noch um einige Grade brutaler.

Es sind gerade diese Menschen, die ihr Ziel – den Wiedereinstieg in den beruflichen Alltag – nie erreichen, sondern immer auf dem Weg sein werden.

Randbemerkung: Ich muss mit jährlich knapp über 9.000 € auskommen.

Ist der Weg wirklich immer das Ziel?

Auch ich benutze dieses Spruch Der Weg ist das Ziel immer wieder, ohne damit sagen zu wollen, dass ich diesen Spruch als Ausrede fürs Nichtstun benutze. In meinem Verständnis drückt dieser Spruch aus, dass man beständig an sich arbeiten muss, um überhaupt persönliche Entwicklung zu ermöglichen. Bei vielen Angelegenheiten stimme ich dieser Aussage uneingeschränkt zu.

Doch gibt es nicht auch mögliche persönliche Herausforderungen, die nie erfolgreich abgeschlossen werden können, weil man an ihnen ein Leben lang arbeiten muss und immer wieder das Gefühl hat, man komme nicht voran?

Beispielsweise Krankheiten, die selbst für Ärzte weder zu erklären noch zu behandeln sind? Der Betroffene ist hierbei ein Leben lang auf dem Weg.
Oder soziale Umstände, die einen Menschen – überwiegend unverschuldet – in die Armut getrieben haben? Viele Betroffene kommen aus dieser Situation nicht mehr heraus. Hier einfach nur mit der „Weisheit“ zu arbeiten Jeder ist seines Glückes Schmied ist in meinen Augen zynisch und Menschen verachtend.
Oder ein Beispiel aus dem rein persönlichen Bereich: Viele Menschen sind ein Leben lang auf dem Weg zu lernen, mit ihren Ängsten umzugehen und sie zu bewältigen oder in ihr Leben ein zu gliedern.
Das sind nur drei Beispiele, die jeder von Euch bestimmt auch persönlich noch ergänzen kann.

Auf welchen Wegen seid Ihr bisher an ein Ziel gekommen? Wie habt Ihr das geschafft?
In welchen Bereichen sind Eure Wege das Ziel?

 

Von Gewohnheiten loslassen

Schon so manches Mal in meinem Leben habe ich gedacht So, hier ist jetzt eine neue Türe geöffnet und ich betrete ein neues Zimmer – um dann nach kurzer Zeit feststellen zu müssen, dass ich mich geirrt habe. Ich habe das neue Zimmer betreten, aber die Türe offen gelassen und schaue immer wieder in das alte Zimmer zurück. Auch wenn mir das alte Zimmer teilweise nicht mehr gefallen hat, es war mir vertraut und gab mir Halt. Und was wird mir das neue Zimmer geben? Werde ich mich auch dort zu Hause fühlen (können)? Habe ich mich überhaupt tatsächlich von dem alten Zimmer verabschieden können? Habe ich mich überhaupt schon einmal willentlich von einem Zimmer verabschiedet und ein neues betreten?

Mit dieser mangelnden Fähigkeit habe ich so manch ein Hindernis auf meinem Weg liegen lassen oder gar neue Hindernisse hinzu gefügt. Und es ist schlichtweg (zumindest für mich) falsch zu sagen: Was man im Kopf erkannt hat, kann man dann auch in Taten umsetzen. Es mag Menschen geben, die das können, doch ich kann´s nicht.

Manchmal verzweifle ich an dieser mangelnden Fähigkeit, weil ich mir dann sage: „Verdammt noch mal, du weißt es doch schon so lange, dass du hier was ändern musst! Und warum gelingt es dir nicht? Was machst du falsch?“

Meine Abschiede von eingefleischten Gewohnheiten sind lange, mühsame und auch oft für mich und meine Mitmenschen nervende Abschiede. Und oft sind sie es auch, weil die Abschiede nicht gelingen und es schwer fällt, das zu akzeptieren.

Wie verabschiedet Ihr Euch von alten Gewohnheiten?
Klaffen bei Euch ebenfalls oft Theorie und Praxis auseinander?
Wie „trickst“ Ihr Eure Schwächen aus?

Ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende entgegen

In meiner Kindheit und Jugend gab es für mich keine Zeit, weil sie damals keine Rolle spielte. Im Laufe meiner menschlichen und beruflichen Entwicklung wurde sie zunehmend wichtiger: Ich hatte meine Arbeitszeiten zu beachten, Termine wurden geplant, manches Mal wurde mir die Zeit zu knapp, weil „ja schon“ der nächste – natürlich wichtige – Termin anstand. Allmählich kam dann häufiger die Frage nach dem Vergangenen und der Zukunft auf: Wo stehe ich heute? Wie bin ich dahin gekommen? Wie soll bzw. könnte mein Morgen aussehen?

Ohne mein bewusstes Dazutun bekam ich ein Gespür für die Zeit: Unangenehme Zeiten (z.B. meine Umschulung) vergingen viel zu langsam. Und seitdem sind zehn Jahre vergangen – ein Zeitraum, der für mich wie im Flug vergangen ist. Und schöne Zeiten (z.B. Zusammensein mit tollen Menschen) sind immer wieder viel zu schnell vorüber. Und leider fehlt mir für diese Zeiten die Fähigkeit, eine Zeitlang von ihnen zu zehren.

Auch Kinder führen mir immer wieder vor Augen, wie (schnell) die Zeit vergeht: Vor zehn Jahren bin ich in ein Haus gezogen mit vielen Kindern. Und heute begegne ich nur noch Erwachsenen, die ich mal als Kinder kennen gelernt habe. Gerade nach diesen Begegnungen merke ich sehr stark mein eigenes Älterwerden.

Wenn ich heute Kinder sehe, frage ich mich oft: Wie wird die Welt aussehen, wenn das Kind in einigen Jahrzehnten in meinem Alter ist? Doch Kinder wachsen wie wir alle in eine Welt hinein so wie ich in diese heutige Welt hinein gewachsen bin. Glücklicherweise geht Entwicklung in der Regel nicht von heute auf morgen.

Welche Bedeutung hat für Euch jüngeren Menschen Zeit?
Welche Bedeutung hat die Zeit für Euch Menschen in meinem Alter (65)?

Mein Gästebuch

Mit meinem Gedankenbuch möchte ich gerne mit meinen Leserinnen und Lesern in Kontakt treten. Darum habe ich auch unter jedem Blogeintrag die Möglichkeit eingebunden, den entsprechenden Artikel zu kommentieren. Ergänzend biete ich jetzt auch die Möglichkeit, in meinem Gästebuch einen Eintrag zu meinem Gedankenbuch zu hinterlassen – sei es ein Lob, eine Kritik, eine Anregung, eine Motivation oder „einfach nur“ einen Kommentar.

Den Link zu meinem Gästebuch findet Ihr darüber hinaus in der Seitenleiste. Ich freue mich auf jeden sachlich gehaltenen Gästebucheintrag.